Todtnau und Todtnauer Ferienland

Todtnau und Todtnauer Ferienland

Todtnau und Todtnauer Ferienland
Auf komfortabler Straße geht es jenseits des Notschrei Richtung Todtnau hinab ins „Todtnauer Ferienland“.

Heute ist der Fremdenverkehr die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde Todtnau, die aufgrund reicher Silbervorkommen im ausgehenden Mittelalter sogar eine eigene Münzstätte hatte.

Nach dem Niedergang des Bergbaus und der Schließung der letzten Todtnauer Gruben im 17. und einer Teuerungswelle im 18. Jahrhundert verschlechterte sich die Situation Todtnaus gravierend.

Bild: Todnauer Wasserfall (pixelio.de)

Die Hausweberei und –spinnerei und das Bürstenbinden halfen aus der ärgsten Misere. Im letzten Jahrhundert war Todtnauberg das größte Bürstenhändlerdorf Badens.

Ein geschnitzter Hausierer in der Dorfmitte Todtnaubergs ist für die Touristen mehr folkloristische Belustigung als Zeugnis einer mühseligen Art des Broterwerbs. Nachdem Produkte aus Kunststoff den Naturborsten den Rang abgelaufen hatte, rettete diesmal der vor etwa hundert Jahren einsetzende Tourismus die Gemeinde vor neuerlicher Verarmung.

1891 wurde in Todtnau der erste deutsche Skiclub gegründet. Loipen und Skilifte des „Todtnauer Ferienlands“ verschaffen den Feriengästen im Winter genügend Auslauf, gut markierte Wanderwege in den schneefreien Jahreszeiten.

Unterhalb des Ortsteils Todtnauberg rauscht der Todtnauer Wasserfall zu Tal. Fast übererschlossen durch mehrere Holzstege lassen sich seine sprühenden Wasserschleier in jeder Etage aus nächster Nähe betrachten. Im Dorf Aftersteg unterhalb des Todtnauer Wasserfalls kann man in einem großen Glasbläserhof einem Schwarzwälder Glasmacher bei der Arbeit zuschauen.

Von Todtnau aus durch das gewundene Prägtal, vorbei an den alten braunen Bauernhäusern von Präg gelangt man auf steiler Straße nach Todtmoos. Hier tönt im Winter das lustige Gebell der Schlittenhunde. Im März gibt es dann Wettbewerbe, zu denen die Gespannführer mit ihren Hunden sogar aus Neuseeland und Kanada anreisen.

Das wundertätige Gnadenbild der Gottesmutter in der Todtmooser Kirche hat im Lauf der Jahrhunderte schon endlose Pilgerströme angezogen. Allein 1439 kamen 1000 Wallfahrer mit 22 Priestern auf Anordnung des Basler Rates, der sich durch den Bittgang eine Linderung der damals wütenden Pestepidemie versprach.

Unterkunftsempfehlung von Schwarzwald-Netz.com:

Ferienwohnung, Ferienhaus in Todtnau und Ferienwohnung, Ferienhaus in Todtmoos 

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