Sperrung der B31 Freiburg – Hinterzarten
(Touren im Schwarzwald)Verkehr im Hochschwarzwald: Sperrung der B31 Freiburg – Hinterzarten im September geplant
Die angekündigte Sperrung der B31 Freiburg – Hinterzarten belastet den Verkehr im Schwarzwald im Herbst 2010. Die Schwarzwald-Strasse B 31 zwischen Freiburg und Hinterzarten wird für vier Wochen komplett gesperrt, weil Fels bröckelt.
Direkt zum Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg beginnen die Felssicherungsmaßnahmen im Höllental im Hochschwarzwald, die zu einer vollständigen Sperrung der Bundesstraße 31 führen. Etwa vier Wochen lang, so die Mitteilung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, wird die beliebte Schwarzwald-Strasse von Freiburg nach Hinterzarten, die von Einwohnern und Touristen im Schwarzwald-Urlaub bevorzugt genutzt wird, in beiden Richtungen komplett für den Verkehr gesperrt sein. Vor allem diejenigen Ferienhausgäste, die wegen des Saisonendes günstig Urlaub im Schwarzwald machen und mit dem eigenen Auto, Motorrad oder Wohnmobil in der Region Hochschwarzwald Richtung Titisee, Feldberg oder Schluchsee unterwegs sein wollen, werden sich ärgern. Tausende von Kraftfahrern als Berufspendler und Lieferfahrzeuge werden sich mit Berg-und Tal-Fahrten und engen, verstopften Umleitungen herumplagen müssen.
Ab 15. September 2010 rechnet man an der Einfahrt zum Schwarzwälder Höllental, das bei dem Ort Himmelreich etwa zwölf Kilometer östlich von Freiburg beginnt, mit knapp 20.000 Kraftfahrzeugen pro Tag, die unter den Folgen der B31-Sperrung zu leiden haben. Hier, am Nadelöhr der wichtigsten West-Ost-Verbindung für Personen- und Fernverkehr, die zwischen Basel und Offenburg durch den Schwarzwald Richtung Stuttgart führt, wird der bergwärts fahrende Personen- und Güterverkehr in den Schwarzwald vor Himmelreich nach Buchenbach und dort über das Wagensteigtal und das Spirzental umgeleitet. Unterdessen soll mit Hochdruck entlang der Straße im engen Tal, die sich an der engsten Stelle um einen Felsen mit einer bronzenen Hirschstatue windet, gearbeitet werden. Nicht nur die Felsnadel am Hirschsprung, sondern alle Steinwände links und rechts der Engstelle auf einer Länge von 200 Metern sollen im wörtlichen Sinne abgeklopft werden, nachdem im Juli vergangenen Jahres ein Felsabbruch aus 80 Metern Höhe gerade noch einmal gut für einen vorbeikommenden Autofahrer auf der B31 ausgegangen war. Auch der berühmte Hirsch, der hier einst mit einem gewaltigen Sprung über die Schlucht vor einem Jäger floh, ist mittlerweile von seinem Sockel abmontiert und in Sicherheit gebracht worden.
Während die Eisenbahn mit der „Höllentalbahn“ weiter (mehr oder weniger) fahrplanmässig durch den Schwarzwald rollt, muss sich auch der bergabwärts fahrende Pendlerverkehr in die Schwarzwald-Hauptstadt Freiburg inklusive Touristen mit Auto oder Wohnmobil, Lastwagen, Busse auf Landstraßen über Schwarzwaldberge und -täler quälen.
Schuld an dem Verkehrschaos im Schwarzwald ist wohl allein die Natur, und die Erosion: Das 320 Millionen Jahre alte Gneisgestein im Schwarzwald muss teilweise extreme Temperaturschwankungen und andere Witterungsfaktoren aushalten. Die Vermieter für Unterkünfte im Schwarzwald-Tal und in den anliegenden Ortschaften wie Ebnet, Kappel, Zarten, Stegen, Kirchzarten, Buchenbach, Oberried, Unter- und Oberibental, Breitnau und Hinterzarten sowie Titisee und Titisee-Neustadt werden die Preise für Ferienwohnungen und Hotelzimmer wohl ein wenig nach unten korrigieren müssen, um ihren unzufriedenen und staugeplagten Feriengästen den Aufenthalt im Schwarzwald trotz der Sperrung der B31 Freiburg – Hinterzarten so angenehm wie möglich zu machen.
R. Rinnau
Foto: VoyageMedia / Schwarzwald-Netz.com
Datum: 18.08.2010
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