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Schluchtensteig: Etappen und Tourenplanung

Der Schluchtensteig führt auf 119 Kilometern von Stühlingen nach Wehr durch den Naturpark Südschwarzwald; weitere Ziele bietet der Südschwarzwald. Wutachflühen, Wutachschlucht, Wasserfälle und aussichtsreiche Höhen prägen den Fernwanderweg. Für die Planung stehen eine klassische Einteilung in sechs Wandertage und eine sportliche Variante mit fünf Tagen zur Wahl. Streckenlänge, Höhenmeter, Gehzeit und Busverbindungen helfen dabei, die passende Variante und Tagesetappen auszuwählen.

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Sechs Etappen: die klassische Einteilung

Die offizielle Übersicht nennt insgesamt 3.180 Höhenmeter im Aufstieg und 3.290 Höhenmeter im Abstieg. Die sechs Tagesetappen umfassen zusammen 119 Kilometer:

  • Stühlingen–Blumberg: 19 km, etwa 5,5 Stunden
  • Blumberg–Schattenmühle: 20 km, etwa 6 Stunden
  • Schattenmühle–Fischbach: 18 km, etwa 6 Stunden
  • Schluchsee-Fischbach–St. Blasien: 20 km, etwa 5,5 Stunden
  • St. Blasien–Todtmoos: 20 km, etwa 6 Stunden
  • Todtmoos–Wehr: 22 km, etwa 7,5 Stunden

Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte. Pausen, Wegzustand und persönliche Kondition bestimmen die tatsächliche Tagesdauer mit. Besonders die letzte Etappe verbindet eine lange Strecke mit einer ausgedehnten Gehzeit. Wer kürzere Tage bevorzugt, kann zusätzliche Wandertage einplanen.

Fünf Tage: die sportliche Variante

Bei der Fünf-Tage-Einteilung werden die ersten drei Abschnitte zu langen Wandertagen verbunden:

  • Stühlingen–Wutachmühle: 26 km, etwa 7 Stunden
  • Wutachmühle–Lenzkirch: 26 km, etwa 7,5 Stunden
  • Lenzkirch–St. Blasien: 25 km, etwa 7,5 Stunden
  • St. Blasien–Todtmoos: 20 km, etwa 5,5 Stunden
  • Todtmoos–Wehr: 22 km, etwa 6,5 Stunden

Die ersten drei Tagesdistanzen verlangen Ausdauer und Erfahrung mit langen Wanderungen. Planen Sie Erholung, Verpflegung und Übernachtungen so, dass sie zu den Etappen passen. Ein Vergleich mit der Wanderplanung im Schwarzwald hilft, Höhenmeter, Gelände und verfügbare Zeit in die eigene Tourenwahl einzubeziehen.

Anspruch, Saison und Ausrüstung

Der Weg verläuft auf naturnahen Pfaden, Wurzelwegen, schmalen Steigen und über aussichtsreiche Höhen. Steile, teils ausgesetzte und bei Nässe rutschige Passagen erfordern Trittsicherheit und Konzentration. Knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle gehören zur empfohlenen Ausrüstung; auf steilen Abschnitten können Wanderstöcke unterstützen. Nehmen Sie ausreichend Wasser und Verpflegung mit, denn Einkehrmöglichkeiten liegen teilweise erst wieder in den Orten. Für längere Etappen sind Sonnenschutz, eine wettergerechte Schicht und eine Karte oder vorab gespeicherte Offline-Navigation hilfreich. In den Schluchten kann der Mobilfunkempfang eingeschränkt sein.

Der offizielle Wegeservice nennt Anfang Mai bis Ende Oktober als Begehungszeit. Bei Schnee oder Frost können die schmalen Steige und Schluchtabschnitte gefährlich werden. Planen Sie die Etappe passend zu Wetter, Tageslicht und den ausgewiesenen Wegverhältnissen.

Anreise und Tageswanderungen mit Bus und Bahn

Bei einzelnen Streckenetappen kann es praktisch sein, das Auto am Zielort abzustellen und von dort mit dem Bus zum Start zu fahren. So endet die Wanderung am geparkten Wagen. Für Tagestouren empfiehlt der Wegeservice auf den Etappen 2 bis 4 angepasste Start- und Zielorte: Wutachmühle–Schattenmühle, Schattenmühle–Lenzkirch sowie Schluchsee-Aha–St. Blasien. Je nach Fahrplanlage kann die umgekehrte Wanderrichtung günstiger sein. An Wochenenden gibt es laut Wegeservice keine Busverbindung zwischen Stühlingen Bahnhof und Blumberg Schulzentrum. Für den konkreten Wandertag sind Betriebstage, Umstiege und die letzte Rückfahrt zum Ausgangspunkt entscheidend.

Für Teilstrecken über mehrere Tage sollte die Rückfahrt zum Ausgangspunkt bereits bei der Etappenwahl berücksichtigt werden. Zwischen Lenzkirch, Bonndorf, Blumberg und Stühlingen unterscheiden sich die Verbindungen je nach Wochentag. Fahrpläne können saisonal variieren; an Haltestellen und in Schluchten ist der Mobilfunkempfang teilweise schwach. Laden Sie Fahrplanauskunft und Karten deshalb vorab. Die Übersicht zu Anreise und Verkehr im Schwarzwald ergänzt die Etappenplanung.

Aktuelle Wegelage: Stand 25. Oktober 2026

Die Lotenbachklamm und der oberhalb verlaufende Müllerweg sind laut Wegeservice für den Rest der Wandersaison 2026 gesperrt. Wer in Bonndorf übernachtet, kann an der Abzweigung „Ehemaliges Bad Boll“ der blauen Raute nach Bonndorf folgen; die Strecke beträgt etwa 3,5 Kilometer. Als weitere Möglichkeit nennt der Wegeservice einen vorab organisierten Taxitransfer ab der Schattenmühle. Im Wehratal ist die L148 zwischen Wehr und Todtmoos-Au wegen Felssicherungsarbeiten voraussichtlich bis Ende November voll gesperrt; dort verkehren derzeit keine Busse. Die aktuellen Weginfos des Schluchtensteigs führen die Streckenmeldungen zusammen.

Bei einer Mehrtagestour lassen sich die Tagesdistanzen durch zusätzliche Übernachtungen entzerren; passende Unterkünfte im Schwarzwald helfen bei der Etappenwahl. Gepäcktransport wird über Partner des Wegeservices angeboten. Für eine einzelne Tageswanderung empfiehlt der Betreiber auf passenden Abschnitten auch Rundtouren, weil sich Start und Rückkehr damit oft leichter verbinden lassen.