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Balgheim

Unterkünfte in Balgheim

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Balgheim lenkt die Geschichte der Sebastianskapelle den Blick auf zwei klar datierte Veränderungen. Die erste betrifft ihre Ausmalung, die zweite den Standort und die Ausstattung. Im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen kommt eine weitere Perspektive hinzu: Landschaften, Wege und Kulturorte, die unterschiedliche Interessen ansprechen.

Landschaft am Lemberg mit dem Prim-Albvorland und den Höhen der Schwäbischen Alb Der Lemberg und das Prim-Albvorland im weiteren Landschaftsraum rund um Balgheim. Foto: Olga Ernst via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Sebastianskapelle und ihre Geschichte

1894 wurde die Sebastianskapelle innen und außen grundlegend renoviert. Kunstmaler Martin aus München schuf die Ausmalung. 1907 erneuerte Kirchenmaler Rauch aus Saulgau diese Ausmalung. Die beiden Daten geben der künstlerischen Geschichte der Kapelle eine zeitliche Folge: Auf die umfassende Renovierung folgte gut ein Jahrzehnt später eine erneute Arbeit an der Ausmalung.

Auch der Standort hat sich verändert. Ursprünglich stand die Kapelle an der B14; 1988 wurde sie mit geringen Veränderungen versetzt. Ihre Ausstattung, darunter Figuren von Kuolt, blieb erhalten. So gehören sowohl die Ausmalung als auch die erhaltene Ausstattung zur Geschichte des Bauwerks. Wer sich für die Sebastianskapelle interessiert, kann diese Details nebeneinander betrachten: die Arbeiten von Martin und Rauch, die Versetzung und den Verbleib der Ausstattung.

Landschaft im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen

Der Landkreis Tuttlingen umfasst 734,4 Quadratkilometer. Zu seiner Landschaft gehören die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, Teile der Baar und das Tal der Jungen Donau. Diese verschiedenen Landschaftsräume bilden den Rahmen für eine regionale Orientierung, ohne dass sie zu einem einzigen Landschaftsbild verschmelzen. Im nördlichen Teil des Landkreises liegen Wacholderheiden und die Region der 10-Tausender: Sie umfasst zehn Berge mit mehr als 1.000 Metern Höhe.

Weitere markante Landschaftsthemen sind das Donaudurchbruchstal und der Vulkankrater Höwenegg, die beide zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises zählen. Im Donautal ragen weiße Kalkfelsen auf. Wer die Region nach ihren Naturmotiven ordnet, kann so zwischen markanten Felsformen, einem Vulkankrater, Wacholderheiden und den Höhen der 10-Tausender unterscheiden.

Kulturorte und unterschiedliche Interessen

Zum kulturellen Angebot im Landkreis gehört das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. Dort sind 25 historische Gebäude zu sehen, die an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut, nach Neuhausen ob Eck versetzt und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden. Das macht den Wechsel vom ursprünglichen Standort zum Museumsort zu einem wesentlichen Teil der Geschichte dieser Gebäude.

In Fridingen zeigen zwei Museen unterschiedliche Schwerpunkte. Im Künstlerhaus Scharf Eck befindet sich in den oberen Stockwerken ein Museum über den Maler des Donautals Hans Bucher. Auf drei Etagen werden sein Leben und Werk gezeigt. Das Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss verbindet wechselnde Sonderausstellungen mit Dauerausstellungen zur Stadt- und Herrschaftsgeschichte, Archäologie, Fasnacht und jüngeren Geschichte. Für die Auswahl bedeutet das: Hier steht ein einzelner Künstler im Mittelpunkt, dort reicht das Spektrum von Archäologie bis zur jüngeren Geschichte. Auch der Tuttlinger Honberg-Sommer setzt einen anderen Akzent: Das jährlich stattfindende Festival wird in der Burgruine Honberg veranstaltet und zieht jährlich zehntausende Gäste an.

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Wege, Wasser und saisonale Planung

Fürs Wandern sind mehrere unterschiedliche Routen beschrieben. Der Premiumwanderweg „Donauversinkung“ der DonauWellen verläuft zwischen Tuttlingen-Möhringen und Immendingen. Der letzte Abschnitt des Albsteigs führt über den Rußberg, den Bettelmannskeller und die Nonnehöhle bei Wurmlingen direkt nach Tuttlingen. Die Namen „Donauversinkung“ und Donauversickerung führen außerdem zu zwei unterschiedlichen Themen: Der Weg ist eine Route; die Donauversickerung ist ein Naturphänomen zwischen Immendingen, Möhringen, Tuttlingen und Fridingen.

Die Donauversickerung kann sich von Tag zu Tag unterschiedlich zeigen: An verschiedenen Stellen führt die Donau teils viel Wasser, liegt vollständig trocken oder führt nur wenig Wasser. Ein bestimmtes Bild lässt sich daher nicht als gleichbleibender Eindruck voraussetzen. Wer sich speziell fürs Klettern interessiert, findet am Rabenfels im Bäratal eine klar begrenzte Saison: Die Kletterbereiche zwischen den Routen „Mister Wendl“ und „Gebrüderweg“ sind vom 1. August bis zum 31. Dezember freigegeben. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Regelungen.

Auch für Radreisen gibt es einen eigenen regionalen Bezug: Mühlheim an der Donau liegt direkt am Internationalen Donauradweg. Der Radweg führt bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer und kann auch in kleinen Etappen befahren werden. Mühlheim ist zudem Teil des Naturparks Obere Donau. Die Wege, das wechselnde Bild der Donau und die begrenzte Klettersaison bieten damit verschiedene Ansatzpunkte für die Planung im übergeordneten Reiseziel Tuttlingen.

Weitere Reiseziele entdecken: Emmingen, Wurmlingen, Böttingen, Egesheim, Frittlingen, Geisingen, Mahlstetten, Renquishausen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tuttlingen.

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