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Tuttlingen: Donautal, Landschaft und Kultur

Unterkünfte in Tuttlingen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Der Landkreis Tuttlingen umfasst auf 734,4 Quadratkilometern die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, Teile der Baar und das Tal der Jungen Donau. Für die Reiseplanung bietet diese Landschaft verschiedene Anknüpfungspunkte: Felsformationen und geologische Besonderheiten, Wege entlang der Donau sowie Museen und kulturelle Ziele. Welcher Schwerpunkt passt, hängt davon ab, ob Sie eher draußen unterwegs sein oder einzelne Orte und Ausstellungen besuchen möchten.

Foto: Dagobert Wiedamann

Landschaft zwischen Alb, Baar und Donau

Im nördlichen Teil des Landkreises liegen Wacholderheiden und die Region der 10-Tausender mit zehn Bergen über 1.000 Metern Höhe. Im Donautal ragen weiße Kalkfelsen auf; das Donaudurchbruchstal zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises. Auch der Vulkankrater Höwenegg gehört zu den markanten Landschaftsformen. So stehen unterschiedliche geologische und landschaftliche Motive im Mittelpunkt, ohne dass sie auf ein einziges Ausflugsziel reduziert werden müssen.

Eine besondere geologische Auszeichnung trägt die Mühlheimer Felsenhöhle: Sie wurde im Oktober 2022 als erste Höhle auf der Schwäbischen Alb vom UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb als Geopoint ausgezeichnet. Mühlheim an der Donau ist außerdem Teil des Naturparks Obere Donau. Diese beiden Bezüge bieten eine eigene Perspektive auf die Natur- und Landschaftsthemen der Region.

Wandern, Radfahren und draußen unterwegs

Die Donauversickerung zwischen Immendingen, Möhringen, Tuttlingen und Fridingen zeigt sich je nach Tag und Abschnitt unterschiedlich. Die Donau führt dort teils viel Wasser, liegt an verschiedenen Stellen vollständig trocken oder führt nur wenig Wasser. Wer das Naturphänomen erleben möchte, sollte daher mit wechselnden Eindrücken rechnen. Der Premiumwanderweg „Donauversinkung“ der DonauWellen verläuft zwischen Tuttlingen-Möhringen und Immendingen. Ein anderer Wegabschnitt gehört zum Albsteig: Dessen letzter Abschnitt führt über den Rußberg, den Bettelmannskeller und die Nonnehöhle bei Wurmlingen direkt nach Tuttlingen.

Für einen anderen Zugang zur Landschaft gibt es in Tuttlingen-Nendingen die „Rock- & Roll-Tour“, eine zwei Kilometer lange, weitgehend barrierefreie und vollständig rollstuhltaugliche Spazier- und Wanderstrecke. Die örtlichen Bedingungen sollten Sie vor dem Besuch prüfen. Am Rabenfels im Bäratal sind die Kletterbereiche zwischen den Routen „Mister Wendl“ und „Gebrüderweg“ vom 1. August bis zum 31. Dezember freigegeben; prüfen Sie vor dem Klettern die aktuellen Regelungen.

Auch Radfahren lässt sich konkret in die Planung einbeziehen: Mühlheim an der Donau liegt direkt am Internationalen Donauradweg. Die Route führt bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer und kann auch in kleinen Etappen befahren werden. In Geisingen bietet die Arena ein 30.000 Quadratmeter großes Außengelände mit Straßenkurs, Biergarten, Slacklining, Beachvolleyballfeld und weiteren Angeboten. Der Zugang zu einzelnen Angeboten kann variieren; prüfen Sie die aktuellen Besuchsinformationen.

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Museen, Geschichte und Veranstaltungen

Im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck sehen Sie 25 historische Gebäude. Sie wurden an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut, ins Museum versetzt und dort in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. In Fridingen widmet sich das Museum im Künstlerhaus Scharf Eck dem Maler des Donautals Hans Bucher: Auf drei Etagen werden sein Leben und Werk gezeigt. Das Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss ergänzt das Angebot mit wechselnden Sonderausstellungen und Dauerausstellungen zur Stadt- und Herrschaftsgeschichte, Archäologie, Fasnacht und jüngeren Geschichte.

In Tuttlingen findet der Honberg-Sommer jährlich in der Burgruine Honberg statt und zieht jährlich zehntausende Gäste an. Auch die historischen Nachtwächterrundgänge in der Mühlheimer Oberstadt können einen Abend planen helfen: Das Angebot umfasst Termine samstags und in der Saison von Mai bis Oktober auch montags um 21 Uhr; Treffpunkt ist am Rathaus. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Termine und Zeiten.

Anreise und Auswahl des Aufenthaltsorts

Tuttlingen ist ein IC-Halt aus Richtung Stuttgart und Zürich. Tuttlingen, Mühlheim und Fridingen sind außerdem Stationen an der Bahnverbindung Ulm–Donaueschingen/Freiburg. Da sich Zugverbindungen ändern können, lohnt es sich, vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan zu prüfen. Für die Wahl des Aufenthaltsorts hilft es, zunächst die Ziele festzulegen, die für Ihre Reise wichtig sind – etwa eine Radetappe bei Mühlheim, ein Museum oder eine Wanderroute – und die Anreise zu diesen Orten anschließend entsprechend zu planen.

Zur weiteren Orientierung im Landkreis: Bärenthal, Böttingen, Geisingen, Frittlingen, Spaichingen, Neuhausen ob Eck, Rietheim-Weilheim, Wehingen, Tuttlingen, Fridingen an der Donau, Hausen, Emmingen, Möhringen, Nendingen, Talheim, Mühlheim an der Donau, Schura, Trossingen, Aldingen, Mahlstetten, Deilingen, Wurmlingen, Balgheim, Bubsheim, Buchheim, Denkingen, Dürbheim, Durchhausen, Egesheim, Gosheim, Gunningen, Immendingen, Irndorf, Königsheim, Kolbingen, Reichenbach am Heuberg, Renquishausen und Seitingen-Oberflacht.

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