Resenhof und Holzschneflertage in Bernau
Der Resenhof in Bernau im Schwarzwald zeigt, wie das Leben und Arbeiten auf einem Schwarzwaldhof vor mehr als zwei Jahrhunderten aussah. Das Holzschneflermuseum macht zugleich ein Handwerk anschaulich, das die Region lange prägte: Bernauer Schnefler fertigten aus Holz Schindeln und Gegenstände für den Alltag. Direkt neben dem historischen Hof ergänzt das Forum erlebnis:holz den Besuch mit zeitgenössischem Handwerk und Gestaltung.
Ein Schwarzwaldhof als Museum
Der über 230 Jahre alte Resenhof steht im Mittelpunkt der Bernauer Holzschneflertage. Beim Rundgang durch das Erlebnismuseum wird sichtbar, wie die Bewohner früher lebten und arbeiteten und mit einfachen Werkzeugen Gebrauchsgegenstände aus Holz herstellten. Der Hof vermittelt damit Baugeschichte und den Alltag einer bäuerlich geprägten Schwarzwaldgemeinde.
Die Schnefler verarbeiteten Holz zu Schindeln und Dingen des täglichen Gebrauchs. Dazu gehörten Gefäße und Küchenutensilien sowie kleinere Werkstücke, die sich aus dem verfügbaren Material fertigen ließen. Im Bernauer Tal war die Holzarbeit eng mit dem Leben im Wald und auf den Höfen verbunden. Das Museum bietet einen anschaulichen Zugang zu dieser Handwerkstradition und passt gut zu einem Spaziergang durch die Ortsteile und die Landschaft des Hochtals.
Resenhof und Forum erlebnis:holz
Zum Ensemble gehört das benachbarte Forum erlebnis:holz. Bei den Holzschneflertagen präsentieren dort Bernauer Betriebe Produkte aus Holz, Keramik und Kunst. Der Wechsel vom historischen Hof zum Forum verbindet überlieferte Handwerkspraxis mit heutigen Werkstätten und Gestaltungsideen. Besucher lernen an einem Ort sowohl die frühere Nutzung des Holzes als auch regionale Produkte und handwerkliche Arbeiten kennen.
Für den Museumsbesuch gelten saisonale Öffnungszeiten. Der Resenhof ist vom 26. Dezember bis 6. Januar täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet; an Silvester bleibt er geschlossen. Vom 7. Januar bis 1. März ist sonntags geöffnet, vom 1. März bis 14. Mai mittwochs und sonntags. Vom 15. Mai bis 16. November ist der Besuch von Mittwoch bis Sonntag möglich. An Feiertagen öffnet das Museum von 14 bis 17 Uhr. Vom 17. November bis 25. Dezember ist es geschlossen. Die Besucherinformationen des Resenhofs nennen die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise.
Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Erwachsene mit Gästekarte aus anderen Orten und 2 Euro für Kinder, Schüler und Studierende. Gruppen zahlen 4 Euro pro Person. Mit einer Bernauer Gästekarte nach mehr als zwei Übernachtungen, dem Museums-PASS Musées oder der DreiWelten Card ist der Eintritt frei. Die Resenhof-Eintrittskarte gilt zugleich für das Forum erlebnis:holz. Der Eintritt wird vor Ort bar bezahlt. Für Gruppen ab 20 Personen können Besuche außerhalb der regulären Öffnungszeiten angefragt werden; dabei gilt der reguläre Eintrittspreis ohne Ermäßigungen.
Führungen und Besuchsplanung
Wer den Hof in einer Gruppe besucht oder einzelne Aspekte vertiefen möchte, kann bei der Gemeinde nach einer Führung fragen. Angeboten werden eine Einführung in der Stube und eine Gesamtführung durch den Resenhof; Gruppenbesuche außerhalb der Öffnungszeiten sind ebenfalls auf Anfrage möglich. Eine vorherige Anfrage hilft, den passenden Termin und Umfang abzustimmen.
Der Resenhof eignet sich als wetterunabhängiger Kulturbaustein eines Bernau-Besuchs. Kombinieren lässt sich der Museumsrundgang mit dem Hans-Thoma-Kunstmuseum, Wegen zwischen den Bernauer Ortsteilen oder einer Einkehr im Hochtal.
Holzschneflertage und Naturpark-Markt
Ein besonderer Termin im Jahreslauf sind die Holzschneflertage mit Naturpark-Markt. Die Gemeinde lädt dazu jährlich am dritten Augustwochenende ein. Der Resenhof wird dann zum Erlebnismuseum; im benachbarten Forum präsentieren Bernauer Betriebe ihre Arbeiten. Rund um den Hof bieten mehr als 20 Erzeuger und Informationsstände aus den beiden Naturparken des Schwarzwalds Gelegenheit zum Schlendern, Probieren und Einkaufen.
Zum Marktangebot zählen Käse, Wurst, Honig, Holzofenbrot, Obst, Kräutertee und Kräutersalz sowie Edelbrände und Seccos. Dazu kommen handgemachte Seifen, Textilien und gefilzte Stücke, Produkte aus Alpakawolle sowie Nützliches und Kunstvolles aus Holz und Keramik. Informations- und Mitmachstände ergänzen das Angebot. So lässt sich der Marktbummel mit Museum, Handwerk und regionalen Erzeugnissen verbinden.