Karlsruhe

Karlsruhe im Nordschwarzwald. Sie möchten in Karlsruhe im Nordschwarzwald Urlaub machen oder suchen eine passende Unterkunft in Karlsruhe im Nord-Schwarzwald? Lesen Sie ein wenig mehr über Karlsruhe.

Karlsruhe ist nicht – wie die meisten deutschen Städte – aus einer zunächst bescheidenen Siedlung heraus und im Laufe vieler Jahrhunderte gewachsen.

Karlsruhe im Nordschwarzwald verdankt seine Existenz einer Idee, der Idee des Markgrafen Karl Wilhelm von Baden-Durlach, der von 1679 bis 1738 regierte.
Der Markgraf wollte als Ersatz für seine1689 von Franzosen zerstörte Residenz in Durlach nicht nur ein neues Schloss erbauen, sondern auch gleich eine Stadt darum anlegen lassen. 1715 gab der Markgraf das ungewöhnliche Schloss in Durlach auf und gründete das fächerförmige Karlsruhe, ein Unternehmen, das allerdings erst dadurch möglich wurde, dass er Kolonisten aus allen Teilen Europas in seine Markgrafschaft holte.

Sein Nachfolger, Markgraf Karl Friedrich, der bis 1811 regierte, erbte 1771 die Markgrafschaft Baden-Baden und wurde im Jahre 1806 als Folge der napoleonischen Rheinbundpolitik Chef des neu errichteten Großherzogtums Baden. Karlsruhe wurde die Hauptstadt des nunmehr erheblich gewachsenen Landes, und Karl Friedrich beauftragte den Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner (1766-1826), der Stadt ein dieser Situation angemessenes neues Gesicht zu geben.

Weinbrenner wird heute zu jenen bedeutenden Baumeistern des Klassizismus geprägt, die einer ganzen Stadt ihr Gepräge gaben. Unter dem Einfluss der Antike und des französischen Revolutionsstils sowie norditalienischer Architekten hatte er für sich einen einfachen, beinahe derben Stil entwickelt, der als Weinbrennerstil Architekturgeschichte machte.

1918 ging Karlsruhes Residenzzeit zu Ende. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch über fünfzig Luftangriffe zu einem Drittel zerstört und verlor nach dem Kriege den Status einer Landeshauptstadt: Die bisherigen Länder Baden und Württemberg wurden vereinigt; Landeshauptstadt wurde Stuttgart.

Karlsruhe im Nordschwarzwald versteht sich heute als die Hauptstadt der bundesdeutschen Gerichtsbarkeit: Der Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht haben dort ihren Sitz. In dem Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum Badens arbeiten u. a. Stahl- und Maschinenbau, chemische Industrie sowie Erdölraffinerien mit Pipeline-Verbindung nach Marseille und Ingolstadt. Im Handels- und Industriehafen am Rhein werden jährlich rund sechs Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.

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Das Schloss in Karlsruhe und Umgebung

Die wichtigste Sehenswürdigkeit der badischen Hauptstadt ist das Schloss. Es entstand 1715 bis 1719 und wurde bereits dreißig Jahre später grundlegend umgebaut. Unangetastet blieben die Grundlinien und der 42 Meter hohe Schlossturm – und daran wurde auch beim Wiederaufbau des 1944 ausgebrannten Schlosses nichts geändert. Der Schlossbereich bildet einen Kreis, in dessen der Stadt zugewandten Hälfte acht Bauten liegen, die so genannten Zirkelhäuser, in denen zunächst Hofbeamte wohnten.

Später waren darin Ministerien untergebracht, heute verschiedene Behörden. Im Schlossbereich befinden sich außerdem das Bundesverfassungsgericht, die Kunsthalle im Neorenaissance-Stil, Universitätsgebäude, die bis 1857 errichtete Orangerie und der Botanische Garten. Die der Stadt abgewandte Kreishälfte bildet den Schlossgarten und den Fasanengarten. Beide werden von einer Kleinbahn durchzogen, die bei schönem Wetter (April bis Oktober) am Wochenende durch das Gelände fährt.

Die bürgerliche Stadt Karlsruhe im Nordschwarzwald

Den städtebaulichen Gegenpol zum Schloss bildet der Marktplatz. Hier steht die evangelische Stadtkirche, in sehr der Antike nachempfundenen Formen von Weinbrenner erbaut (1807 – 1811). Ihr gegenüber das klassizistische Rathaus, ebenfalls von Weinbrenner (1811 – 1825).

Bemerkenswert ist die den Rathausturm krönende Merkurfigur von Alois Raufer (1823). Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Pyramide auf dem Marktplatz. Sie wurde 1823 an der Stelle der 17 Jahre vorher abgebrochenen Konkordienkirche und über der Gruft des Stadtgründers Karl Wilhelm errichtet. Am Rondellplatz steht der Rest des ehemaligen Markgräflichen Palais von 1814; die Fassade des Weinbrennerbaus wurde in einem Neubau eines Bankgebäudes (1962) einbezogen. Sehenswert ist auch die wiederhergestellte katholische Stadtpfarrkirche St. Stephan in der Erbprinzenstraße, ursprünglich um 1810 von Weinbrenner errichtet.

Museen und Sammlungen in Karlsruhe

Karlsruhe im Nordschwarzwald besitzt viele besuchenswerte Museen. Das Badische Landesmuseum im Schloss zeigt Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte, Antike, Kunstgewerbe und unter anderem auch die Türkenbeute des „Türkenlouis“. Die Staatliche Kunsthalle zeigt einen kostbaren Bestand aus allen Epochen deutscher Malerei; ihr angeschlossen ist das älteste Kinder- und Jugendmuseum in Deutschland. Weitere Museen sind das Staatliche Museum für Naturkunde am Friedrichsplatz, die Majolika-Manufaktur unweit des Schlossgartens, das Museum für Literatur am Oberrhein und das Verkehrsmuseum.

Einkaufen (Shopping)

Einkaufen in der Fächerstadt Karlsruhe – hier findet man alles, was das Einkäuferherz begehrt und lässt keine Wünsche offen. Die Kaiserstraße ist mit 2 km Länge die Hauptgeschäftsstaße, größtenteils als Fußgängerzone ausgewiesen. Großzügige Kaufhäuser, elegante Boutiquen, Trendshops laden zum Bummeln ein, viele Straßencafés laden zum Verweilen ein. Glanzlichter bilden die Einkaufszentren „Postgalerie“ und „Ettlinger Tor“.

Events und Veranstaltungen in Karlsruhe

Händel-Festspiele – Februar/März im Staatstheater

Brigandefeschd – Der Marktplatz verwandelt sich im Frühling in eine Riesen-Freiluftgaststätte. Es können mancherlei badische Spezialitäten probiert werden.

Das Fest – Am letzten Wochenende vor den Sommerferien lädt Karlsruhe im Nordschwarzwald zum größten kostenlosen Open Air in die Günther-Klotz-Anlage ein. Viele bekannte Bands und Interpreten sind zu hören.

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