Furtwangen

Furtwangen im Schwarzwald, die "Stadt mit Weitblick".

Das Uhrmacher-Handwerk hat eine lange Tradition in Furtwangen, der höchst gelegenen Stadt Baden-Württembergs. So verwundert es nicht, dass hier außer dem sehenswerten Deutschen Uhrenmuseum auch eine renommierte Fachhochschule angesiedelt ist.

Furtwangen, Stadt der Uhrmacher

Die in einer Talmulde des Hochschwarzwalds gelegene Industriestadt Furtwangen, die auch als Wintersportplatz geschätzt ist, wurde 1179 erstmals urkundlich erwähnt. Im Spätmittelalter kam der Ort an die herrschaft Triberg und zusammen mit dieser zu Vorderösterreich. 1806 wurde Furtwangen badisch und erhielt 1873 die Stadtrechte verliehen. Das Uhrmachergewerbe und die Feinmechanik waren lange die wichtigsten Erwerbsquellen. Um das Jahr 1800 zählte man hier nicht weniger als 80 Uhrmacher sowie zahlreiche Uhrenträger sowie –händler, die ihre Ware bis nach England brachten. Überregionale Bedeutung hat die aus einer Lehranstalt für Uhrmacher hervorgegangene Fachhochschule für Feinwerktechnik, Elektrotechnik, Elektronik und Informatik mit derzeit 1400 Studierenden erlangt.

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Sehenswertes in Furtwangen und Umgebung

Deutsches Uhrenmuseum
Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist das Deutsche Uhrenmuseum, das zu den größten Sammlungen seiner Art weltweit gehört. Hier wird die Geschichte des Chronometers in eindrucksvoller Weise dargestellt. Gotische Stuhluhren und hölzerne Waaguhren des frühen 18. Jahrhunderts, können ebenso studiert werden wie Lackschilduhren, Räderuhren, Pendeluhren, Schwarzwälder Kuckucksuhren, eine astronomische Weltzeituhr von Thaddäus Rinderle aus dem Jahre 1787, goldene Taschenuhren und ein Flötenspieluhr. Selbstverständlich sind auch modernste funk- bzw. elektronikgesteuerte Entwicklungen der Schwarzwälder Uhrenindustrie ausgestellt. Großen Interesses erfreuen sich daneben auch die alten mechanischen Musikinstrumente und Musikautomaten. Einige dieser Anlagen erklingen heute noch so wie vor etlichen Jahrzehnten.

Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen
Robert-Gerwig-Platz 1
78120 Furtwangen
Öffnungszeiten:
April – Oktober: 9.00 Uhr – 18.00 Uhr
November – März: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Führungen täglich 14 Uhr und nach Vereinbarung

Rechnermuseum Furtwangen

Im Foyer der Fachhochschule ist ein kleines Rechnermuseum aufgebaut, das die Entwicklungsgeschichte der Rechentechnik bis hin zur modernen Datenverarbeitung zeigt. Ausgestellt sind Dokumente, Patentschriften, Bilder sowie Geräte und Geräteteile, deren Palette von einer schon fast altertümlich wirkenden elektromechanischen Melitta-Rechenmaschine bis zu modernen IBM- und Apple-Computern reicht. (Robert-Gerwig-Platz 1, Führungen nach Vereinbarung)

Neukirch - Furtwangens Luftkurort

Südwestlich oberhalb von Furtwangen liegt der Luftkurort Neukirch an der hier aussichtsreichen B 500. Das hoch gelegene Dorf (960 – 1141 m ü.d.M.) hat sich in der Vergangenheit zu einer Hochburg des nordischen Skisports entwickeln können, in dem auch internationale Wettbewerbe ausgetragen werden.

Brend - Schwarzwaldpanorama

Nordwestlich der Stadt erhebt sich der Hausberg Furtwangens, der 1148 m hohe Brend. Er ist einer der besten Aussichtsberge im mittleren Schwarzwald. Vom modernen Aussichtsturm bietet sich ein überwältigendes Panorama der höchsten Schwarzwaldgipfel. An klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Vogesen und den Schweizer Alpen.
Vom Brend lohnt sich ein kurzer Marsch nordwärts zu den Güntersfelsen, die als Naturdenkmal geschützt sind. Weiter nördlich erreicht man die Martinskapelle und darunter die Bregquelle.

Nördlich der Stadt Furtwangen bildet der Briglirain die europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau. Etwa 6 km nordwestlich von Furtwangen erreicht man die unscheinbare Bregquelle (1078 m ü.d.M.), die anerkanntermaßen mündungsfernste Quelle der Donau. Von hier sind es 2888 km bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Bereits seit dem 16. Jahrhundert streiten sich Furtwangen und Donaueschingen im den Besitz der „richtigen“ Donauquelle.

Oberhalb der Bregquelle lädt die Martinskapelle zu einem Besuch ein. Sie ist sommers wie winters ein wichtiges Etappenziel für Wanderer bzw. Skilangläufer.
Etwa ein Viertelstunde weiter nordöstlich erreicht man die Quelle der dem Rhein zufließenden Elz.

Linachtal, Kalte Herberge, Urachtal

Von Furtwangen führt der Schwarzwald-Mittelweg am Westrand es Linachtales vorbei zum Wanderer- und Skilangläufertreffpunkt Kalte Herberge (1028 m ü.d.M.) , von wo aus man das waldumrahmte Urachtal mit seinen alten Höfen erkunden kann.
Von 1922 bis 1925 wurde die seinerzeit hochmoderne, 143 m breite und aus 13 aufrechten, ca. 25 m hohen Betongewölben bestehende Linachtalsperre errichtet. Das in Europa einmalige technische Baudenkmal war lange dem Verfall preisgegeben, der Stausee ist 1988 abgelaufen. Die Sanierung der Gewölbereihenmauer und die Wiederinbetriebnahme des Wasserkraftwerkes sind vorgesehen.

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