Lotenbachklamm: Sperrung 2026 und Wege bei Bonndorf
Wanderrouten Schwarzwald: Route 8 Wandern im Schwarzwald
Sperrung der Lotenbachklamm in der Saison 2026
Die Lotenbachklamm ist während der gesamten Wandersaison 2026 gesperrt. Ein Erdrutsch hat den Hang instabil gemacht; auch der oberhalb verlaufende Müllerweg ist beschädigt und nicht begehbar. Eine Umleitung ist in Planung. An der Abzweigung „Ehemaliges Bad Boll“ führt die blaue Raute nach Bonndorf (3,5 km). Eine weitere Rückkehrmöglichkeit ist der Weg bis zur Schattenmühle mit anschließendem Taxi-Transfer nach Bonndorf. Wegen des sehr eingeschränkten Mobilfunkempfangs in der Schlucht und an der Schattenmühle sollte das Taxi vorab bestellt werden.
Dunkle Schlucht und wildes Wasser - Wanderungen in der Wutachschlucht zeigen die wilde, echte Natur
Foto: VoyageMedia für Schwarzwald-Netz.com
Rundroute ab Bonndorf: Lotenbachklamm, Wutachschlucht und Bad Boll
Im Bann der Wutach
Die Wutachschlucht im Südosten des Naturparks Südschwarzwald ist einer der eindrucksvollsten Canyons der deutschen Mittelgebirge. Die ursprünglich beschriebene 12-km-Runde mit etwa dreieinhalb Stunden Gehzeit schließt den 2026 gesperrten Klammabschnitt ein. Eine klassische Wanderung durch die Wutachschlucht verläuft zwischen Schattenmühle und Wutachmühle.
Als Zuweg zur Haltestelle Gündelwangen Lotenbachklamm nach Etappe 2 und vor Etappe 3 diente die Klamm auch Wandernden auf dem Schluchtensteig. Wer Ausflüge mit Kindern im Schwarzwald plant, findet weitere Anregungen beim Familienurlaub im Schwarzwald.
Bonndorf und Galgenbuck
Die Runde beginnt an der Bushaltestelle am ehemaligen Bahnhof in Bonndorf. Von dort geht es auf der B315 (Martinstraße) kurz stadteinwärts; in der Rechtskurve zweigt die Route links auf die Bergstraße ab. Der mit der „blauen Raute“ bezeichnete Feldweg führt durch Feld- und Wiesenfluren hinauf zum Galgenbuck. Der aussichtsreiche Galgenbuck (888 m) trug im Mittelalter eine Gerichtsstätte. Hier baumelten die Gehenkten weithin sichtbar zur Abschreckung. Auch zahlreiche Spuren ur- und frühgeschichtlicher Siedlungen wurden auf dem sanft gerundeten Hügel entdeckt. An der Verzweigung bei der Überlandleitung geht es auf dem linken Weg weiter durch Wiesen. Nach dem Hebsack-Hof liegt der Wanderparkplatz am oberen Zugang zur Lotenbachklamm.
Gesperrter Abschnitt: Lotenbachklamm
Der frühere Klammweg führte auf der linken Seite des Bachs hinab in die unter Naturschutz stehende Lotenbachklamm. Felsen, Wasserfälle und artenreicher Wald prägen die Schlucht. Auf dem gesperrten Abschnitt säumen Kaskaden und bis zu acht Meter hohe Wasserfälle den Steig, der über Stufen und Brücken durch die Fels- und Wasserfallwelt führte. Durch die Feuchtigkeit waren die Steige rutschig; festes Schuhwerk war wichtig.
Wutachschlucht, Schattenmühle und Bad Boll
Beim unteren Ausgang der Lotenbachklamm lädt in der Wutachschlucht die Schattenmühle zur Einkehr ein. In unmittelbarer Nähe des Gasthauses befinden sich ein Wanderparkplatz mit Infopavillon zu Flora, Fauna und Geologie der Wutachschlucht sowie eine Grillstelle. Bereits 1596 wurde hier ein Müller von Göschweiler erwähnt. Seine Mühle an der Wutach war ein Erbzinslehen der Herrschaft Fürstenberg; der Jahreszins von 22 Gulden entsprach dem Wert einer Kuh. Die Mühle war stets hochwassergefährdet, einer der Müller ertrank ein Jahr nach seiner Hochzeit in der Wutach. 1732 brannte die Mühle ab und wurde mit einem dritten Mahlgang neu errichtet.
Vom unteren Ausgang führte die Runde auf einem Waldpfad am linken Ufer flussabwärts und zuletzt auf der aufgelassenen Reiselfinger Landstraße zur ehemaligen Dietfurter Mühle. Dort überquerten Querweg und E1 die Wutach auf einer Brücke und führten links am Durchlöcherten Felsen vorbei nach Bad Boll. Vom früheren Kurbad Bad Boll, dessen letzte Gebäude 1991 abgerissen wurden, zeugt noch eine alte Kapelle. Die Natur hat den Ort zurückerobert; seine mineralhaltige Heilquelle wurde vermutlich schon in vorchristlicher Zeit genutzt. Von Bad Boll führt die blaue Raute vorbei an der Ruine Boll (Neu-Tannegg) hinauf in das Dorf Boll. Auf dem Kapellenweg geht es teilweise mit schöner Aussicht weiter zur Josefskapelle und zurück nach Bonndorf. Ein Besuch des Schlossmuseums und des Narrenmuseums rundet den Aufenthalt ab.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Runde: Bonndorf, Schattenmühle
Unterkunft in der Nähe: Ferienwohnung in Bonndorf