Fahrt mit dem Rebenbummler

Fahrt mit dem Rebenbummler

Der Museumszug „Rebenbummler“ am Kaiserstuhl verkehrt planmäßig von Riegel DB nach Breisach.

Dieser Abschnitt der Kaiserstuhlbahn gilt als eine der schönsten Bahnlinien Deutschlands, durchquert sie doch – direkt vor dem Schwarzwald liegend - eine der eindrucksvollsten Kulturlandschaften im Herzen Europas.

Die Fahrt mit dem „Rebenbummler“ (korrekt: „Räbe-Bummler“) beginnt im Bahnhof Riegel, von wo aus Anschluss zu Regionalzügen der Rheintalbahn Richtung Freiburg und Offenburg besteht. Mit dem Blick auf den Riegeler St. Michaelsberg mit seiner kleinen Kapelle und die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Riegeler Brauerei beginnt die Reben-Bummelei. Nach der Überquerung des Leopold-Kanals, gebildet aus den Schwarzwaldflüssen Dreisam, Elz und Glotter, wird der Bahnhof Riegel Ort erreicht. Im Bahnhofsgebäude befindet sich heute ein Theater mit dem Namen „Kumedi“.

Die Bummel-Tour führt weiter durch Äcker und Obsthaine Richtung Endingen. In Endingen geniesst der Urlauber den Blick auf den Kaiserstuhl auf die St. Katharinenhöhe mit ihrer Wallfahrtskapelle und die Endinger „Steingrube“, eine der besten Weinlagen am Kaiserstuhl.

Nächste Bummler-Station ist Endingen. Die früher zum vorderösterreichischen Gebiet gehöhrende Stadt Endingen präsentiert einen wunderschönen historischen Altstadtkern mit herrlichen Häusern und verwinkelten Gassen. Gleichzeitig ist Endingen auch Betriebs-Zentrum der modernen Kaiserstuhlbahn mit deren Betriebsleitung. In den neu errichteten Werkstätten von Endigen werden die Regio-Shuttle der Kaiserstuhl- und Münstertalbahn sowie der Breisgau-S-Bahn in Schuss gehalten.

Hinaus aus Endingen über Königschaffhausen nach Sasbach durchquert die Strecke eines der größten regionalen Obstanbaugebiete. Im Frühjahr erleben die Schwarzwald-Besucher ein Meer von Blüten und im Sommer und Frühherbst sind Kirschen, Pflaumen, Äpfel und Birnen vom Zug aus zum Greifen nah. Dazu gibt’s einen Blick auf den Sasbacher Limberg, auf dem schon Kelten und Römer gesiedelt haben und bei guter Sicht kann man auch die Hochkönigsburg in den Vogesen erkennen.

Nach Sasbach verlässt der „Rebenbummler“ alsbald die Rheinebene und steigt nun stetig an. Zuerst führt die Bahnlinie entlang der Rheinauen, wo ein herrlicher Einblick in das große Naturschutzgebiet mit seiner einzigartigen Flora und Fauna möglich wir. Vor dem Weinort Jechtingen biegt der Zug erstmals in die Weinberge des Kaiserstuhls ein. Gleich anschliessend beginnt der steilste Abschnitt der Bahnlinie hinauf zum Bahnhof Burkheim-Bischoffingen. Hier fällt der Blick der Fahrgäste meist sofort auf den „Totenkopf“, mit 552m die höchste Erhebung des Kaiserstuhls.

Wenn auf die landschaftliche Vielfalt und die Schönheit der Natur am Kaiserstuhl noch eins draufgesetzt werden kann, dann ab Burkheim-Bischoffingen - hier beginnt der schönste Abschnitt der Kaiserstuhlbahn. Inmitten der Weinberge hat man einen phantastischen Ausblick auf das Winzerstädtchen Burkheim mit der Ruine der Schwendiburg, ins Rheintal und hinüber ins Elsass auf die Vogesen. In einem großen Bogen erreicht der Rebenbummler Oberrotweil, dem Hauptort der Stadt Vogtsburg, der größten Weinbau treibenden Gemeinde Baden-Württembergs.

Trotz der 40 km/h geht es viel zu schnell weiter - im Bogen vorbei an der Wallfahrtskirche St. Pantaleon und der alten Wehrkirche St. Michael in Niederrotweil. Die frisch renovierte Kirche ist ein kunsthistorisches Kleinod des Kaiserstuhls. Sie besitzt mittelalterliche Fresken und beherbergt die älteste spielbare Orgel im Breisgau. Absoluter Höhepunkt ist aber der Holzaltar des Meisters HL (Hans Loi), demselben Künstler, der auch den berühmten Breisacher Holzalter erschaffen hat. Vor dem ebenfalls bekannten Kaiserstühler Weinort Achkarren zeigt sich noch einmal der „Totenkopf“ , bevor wieder die Rheinebene erreicht wird.

Entlang des Blankenhornsbergs und des Winklerbergs, im Jahresmittel der wärmste Ort Deutschlands, bummelt der Museumszug weiter. In der Ferne tauchen mit dem „Belchen“ und dem „Schauinsland“ die Schwarzwaldberge auf. Vorbei am Breisacher Winzerkeller, der größen Weinkellerei Europas, wird schließlich die Europa-Stadt Breisach und der Rhein erreicht. Von weitem sieht man schon den Breisacher Münsterberg mit dem Weltkulturerbe „Münster St. Stephanus“. Hier in Breisach ist Endstation – es hat sich „ausgebummelt“…

Ein wunderbares Urlaubs-Erlebnis, dass Sie in Ihre Reisepläne für den nächsten Schwarzwald-Urlaub eintragen sollten!

Und noch etwas: Der Verein, dessen Mitglieder ehrenamtlich und mit grossem Engagement dieses Urlaubsvernügen garantieren – freut sich selbstverständlich über jede noch so kleine Spende – auch ein alter Dampfkessel muss irgendwann ersetzt werden – schauen Sie doch einmal auf die Homepage des Vereins…

Unterkunft im Schwarzwald finden Sie hier…..

Abfahrt jeweils am Bahnhof Riegel (Oberwald-Siedlung) um 9.50 Uhr. Abfahrt ist um 10.06 Uhr, der Zug fährt im Bummelzugtempo und hält an allen Stationen der Kaiserstuhlbahn.
Ankunft in Breisach ist um 11.20 Uhr.
Zurück fährt der Zug ab Breisach um 16.20 Uhr.
Es werden Fahrräder mitgenommen.

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