Land- und Forstwirtschaft
Grünland prägt die Landwirtschaft im Schwarzwald. In höher gelegenen, raueren und feuchteren Regionen ist es die vorherrschende Nutzungsform; im Rheintal dominiert Ackerland. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg beschrieb diese regionalen Unterschiede 2017 auf Grundlage der Agrarstrukturerhebung.
Felder und Wälder im Schwarzwald werden wirtschaftlich genutzt, ausgewählte Bereiche aber bleiben der Natur vorbehalten
Foto: VoyageMedia für Schwarzwald-Netz.com
Historische Traktoren auf einer Oldtimer-Schau.
Landwirtschaft und Urlaub auf dem Hof
Ein Beispiel für die Verbindung von Landwirtschaft, Direktvermarktung und Urlaub ist der Eckhof in Horben. Der Familienbetrieb vereint Milchwirtschaft, Grünland, Forstwirtschaft, einen Hofladen und Ferienwohnungen. Auf dem Hof leben rund 60 Rinder. Im Eckhof-Hofladen gibt es unter anderem Milchprodukte, Eis, Käse, Fleisch- und Wurstwaren; dienstags und donnerstags wird Bauernbrot angeboten.
Wer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb übernachten möchte, findet passende Ferienhöfe im Schwarzwald. Weitere Unterkünfte in der Region bieten zusätzliche Möglichkeiten für den Aufenthalt.
Forstwirtschaft und Waldentwicklung
Holz ist ein regionaler Wirtschaftsfaktor. ForstBW nennt für den Forstbezirk Südschwarzwald Nadelholz für Bau und Konstruktion als wirtschaftliche Grundlage. Laubholz wird unter anderem für Furniere, Möbel und Zellstoff verwendet; nahe Sägewerke und Brennholzkunden werden mit Holz aus der Region versorgt.
Waldlandschaft im südlichen Schwarzwald.
Der Orkan „Lothar“ hinterließ am 26. Dezember 1999 eine breite Sturmfläche auf den Höhen des Nordschwarzwalds. Am Lotharpfad lässt sich beobachten, wie sich der Wald dort ohne menschliches Eingreifen weiterentwickelt: Totholz bietet Insekten und Pilzen Lebensraum, während junge Bäume nachwachsen. Der Erlebnispfad ist rund 900 Meter lang; für die Runde nennt der Nationalpark Schwarzwald etwa 30 Minuten. Stege, Leitern und Treppen führen zur Aussichtsplattform.