Wandern Mehliskopf /Hornisgrinde

Wanderung Mehliskopf und Hornisgrinde Auf der Genusswanderung zum Mehliskopf und zur Hornisgrinde entdeckt man zahlreiche typische Schwarzwald-Häuser

Wandern im Schwarzwald: Wanderrouten Schwarzwald: Route 6

Wanderung Mehliskopf und Hornisgrinde

Aussichtsturm und höchster Berg im Nord-Schwarzwald
Der Aussichtsturm auf dem Mehliskopf, der Naturlehrpfad auf der Hornisgrinde und der sagenumwobene Mummelsee sind die Höhepunkte dieser abwechslungsreichen Wanderung über den höchsten Nordschwarzwaldberg. Wer die 114 Stufen des Hornisgrindeturms hinaufsteigt, sollte ein Fernglas dabeihaben – der Turm bietet eine gigantische Aussicht über den gesamten Nordschwarzwald und über große Teile des mittleren Schwarzwalds. Ähnlich gut ist die Aussicht vom Mehliskopfturm. Der Mehliskopf mit Ganzjahres-Bobbahn, Aussichtsturm, Bungee-Anlage, Gastronomie und Skibetrieb sowie Wander-, Mountainbike- und Skiwanderwegen zählt sommers wie winters zu den meistbesuchten Panorama- und Freizeitbergen im Nordschwarzwald.

Zum Mehliskopf
Gegenüber der Sandkapelle, beginnend direkt an der Kreuzung, führt der Westweg (Markierung: rote Raute) kurz parallel zur Schwarzwaldhochstraße aufwärts, bis die Markierung „gelbe Raute“ links in den Hang zum Mehliskopfturm abzweigt; er bietet eine herrliche Aussicht über Täler und Höhen des Nordschwarzwalds, auch das Ziel, die von einem Funkturm überragte Hornisgrinde, ist in Sicht. Der Mehliskopf erhebt sich zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Schwarzenbachtal bei Herrenwies, auf der schwarzenbachtalseitigen Flanke liegt das Freizeit- und Sportzentrum, das vom Abzweig Sand an der B 500 rasch erreichbar ist. Der Aussichtsturm hingegen ist nur auf Wanderwegen erreichbar. Für viele ist die kurvenreiche Bobbahn die Hauptattraktion im Sommer: Auf der 1000 Meter langen Strecke werden vier Waldsteilkurven, sieben Wiesensteilkurven und acht Wasserübergänge passiert. Wegen der Ständerbauweise berühren die entgleisungssicheren Bobs und die Piloten nie den Boden, Fahrer und Beifahrer sind sicher angeschnallt. Im Restaurantpavillon werden die Gäste mit badischen Spezialitäten verwöhnt, neben dem Pavillon befindet sich der 4-in-1-Bungee-Trampolin: Kinder ab 3 Jahren und Erwachsene werden durch einen Hüftgurt mit den beiden Bungeeseilen verbunden und trotzen durch Springen auf den Trampolinen der Schwerkraft. Seit über 30 Jahren gehört der Skibetrieb am Mehliskopf mit seinen Liften von 800 und 400 Metern Länge zu den schönsten und größten Wintersportanlagen an der Schwarzwaldhochstraße. Die Flutlichtanlage ermöglicht Abfahrten bis 22 Uhr, wenn die winterliche Pracht zu wünschen übrig lässt, werden die Pisten mit Schneekanonen beschneit.

Auf dem Weg zur Hornisgrinde
Vom Aussichtsturm auf dem Mehliskopf führt der Weg hinab zur Höhengaststätte Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße, wo er wieder auf den Westweg mündet. Vom Hundseck führt der Westweg aufwärts in den Wäldern des Riesenkopfs und erreicht mit dem Hochkopf den ersten Panoramagipfel des Grindenschwarzwalds; die teilweise vermoorten „Grinden“ wurden früher als Viehweiden genutzt. Nach dem Abstieg zum Gasthaus „Große Tanne“ Unterstmatt, wo der Westweg wieder die Schwarzwaldhochstraße tangiert, führen schmale Pfade und Bohlenstege durch Nadelwald zum autofreien Ski- und Wanderheim Ochsenstall, wo man zünftig übernachten kann.
Recht steil führt die rote Westweg-Raute nun auf die baumlose, aussichtsreiche Hornisgrinde, durch die ein Naturlehrpfad führt. Die Honrisgrinde ist mit 1163 Metern die höchste Erhebung des nördlichen Schwarzwalds und dank der fantastischen Ausblicke, die man von dort hat, eines der lohnenswertesten Wanderziele. Die Bezeichnung „Grinde“ weist darauf hin, dass das zum Teil vermoorte Gipfelplateau früher als Viehweide genutzt wurde und waldfrei ist: Ungehindert schweift der Block westwärts, über das Rheintal hinweg zu den Vogesen und im Osten an klaren Tagen bis zur Schwäbischen Alb; auf der Ostseite findet sich hoch über dem Biberkessel ein Hochmoor, durch das vom Bismarckturm aus der Naturlehrpfad auf einem Bohlensteg führt. Der zweite Aussichtsturm, der Hornigsgrindeturm, steht am Südende des Gipfelplateaus.

Naturlehrpfad Grindenpfad
Der Grindenpfad ist der 4,2 Kilometer lange Naturlehrpfad auf dem von Hochmooren, Borstgrasmatten und Heidekraut bedeckten, aussichtsreichen Gipfelrücken der Hornisgrinde. Der gut ausgeschilderte Grindenpfad beginnt am Hornisgrindeturm, dem Aussichtsturm am Südende der Gipfelbereichs. Zwölf Naturlehr-Stationen vertiefen das Wissen über Heide und Moor, Klima, Erdgeschichte und Landschaftsnutzung und insbesondere die Tier- und Pflanzenwelt auf dieser „Insel über dem Waldmeer“. Vom Berghotel „Mummelsee“ fährt an Wochenenden und einigen Werktagen ein Bus bis zum Hornisgrindeturm, allerdings ist der Aufstieg mit rund 130 Höhenmetern leicht zu schaffen. Vom Hornisgrindeturm führt der Westweg steil und anfangs mit hervorragender Aussicht hinab zum Mummelsee, einem der schönsten Karseen des Schwarzwalds.
Die Rückfahrt zum Abzweig Sand (Bus) dauert ca. 20 Minuten, die Busse fahren alle 30 Minuten bzw. im Stundentakt.

Länge der Wander-Route: 13 km
Wander-Zeit: ca. 3 ½ Stunden
Schwierigkeit der Wander-Route: Wald- und Panoramawanderung auf bequemen Wegen und schmalen Pfaden, festes Schuhwerk empfehlenswert.
Da die Route die Schwarzwaldhochstraße an Bushaltestellen mehrfach tangiert, lässt sie sich beliebig verkürzen.
Einkehrmöglichkeiten entlang der Wander-Route:  Höhengaststätte Hundseck in Bühl-Hundseck, Gasthaus Unterstmatt in Bühl-Unterstatt, Wanderheim Ochsenstall, Berghotel Mummelsee

Unterkunft Schwarzwald in der Nähe der Route: Ferienwohnung Baiersbronn

Foto: VoyageMedia für Schwarzwald-Netz.com

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