Nikolaus Nikolaus im Schwarzwald und sein Knecht Ruprecht bringen kleine Adventsgeschenke für brave Kinder

Nikolaus im Schwarzwald

Der Nikolaus im Schwarzwald kommt am Nikolaustag, dem 6. Dezember zu artigen und unartigen Kindern. Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht ziehen zur Adventszeit durch alle Regionen im Schwarzwald und legen den Kindern kleine Geschenke in die sauber geputzten Schuhe. Bei weniger braven Kids kann da gemäss Nikolaus-Tradition im Schwarzwald auch eine Rute im Schuh stecken… Sonst aber kommt dem Nikolaus im Schwarzwald heute keine so grosse Bedeutung zu wie etwa noch dem Weihnachtsmann. Interessant sind aber ein paar Fakten über den Nikolaus, wie er bei den Nachbarn am Oberrhein auftritt. Besucher, die Schwarzwald-Urlaub im Advent machen und sich für die Nikolaustraditionen im Schwarzwald interessieren, erfahren aber durchaus interessante Dinge für den Mann im roten Mantel und seine Begleiter.

Nikolaus im Elsass

Der elsässische Nikolaus hat ebenfalls einen Begleiter, und auch dieser jagt Kindern gern einen Schrecken ein. Allerdings hat dieser Nikolaus-Begleiter einen lebenden Menschen und eine wahre, überlieferte Geschichte. Hans von Trotha, der mit fast zwei Meter Körpergröße auch für heutige Verhältnisse eine imponierende Erscheinung war, wurde durch zahlreiche Überlieferungen, Erzählungen und vermutlich zahllose Übertreibungen mit seinem volkstümlich verballhornten Namen Hans Trapp, gelegentlich auch Hans Trott, ins Sagengut der Region Elsass am Oberrhein eingeführt. Hans Trapp wurde elsässischen Kindern als finsterer Raubritter beschrieben, um vorlauten oder allzu ausgelassenen Nachwuchs zur Räson zu bringen. Man erzählte den Kleinen im Laufe der Zeit immer gruseligere Geschichten, mit denen die Adventsfigur des Hans Trapp gleichzeitig immer mehr zum Kinderschreck wurde. Der Name Hans Trapp wurde benutzt, um Kinder in Furcht zu versetzen, gleichzeitig wurde für den Fall guten Betragens der gütige Papa Noël, der elsässische Weihnachtsmann angekündigt, der dann mit Geschenken und guten Worten brave Kinder am heiligen Abend beschenken würde. Ganz mutige Kinder gingen hinaus und sangen "Hanstrapp, kumm erab, mit de lange Zipfelkapp ..."

Nikolaus in der Schweiz

Die Nachbarn der Schwarzwald-Region haben durchaus andere Nikolaus-Traditionen. In der südlich des Schwarzwalds angrenzenden deutschsprachigen Schweiz zieht Sankt Nikolaus nämlich nicht mit einem Knecht Ruprecht durch die vorweihnachtlich geschmückten Gassen, sondern hier begleitet ihn der „Schmutzli“. Der Nikolaus selbst heisst hier auch Samichlaus. Der Schmutzli kann auch als Beelzebub, Klaubauf, Bartl, Knecht Rupprecht, Krampus o.ä. bezeichnet werden. Das Herumziehen der beiden, die Kinder wahlweise erschrecken oder beschenken, nennt man bei den Schweizer Nachbarn Chlauseslä. Der Nikolaus-Partner Schmutzli steht für die Verkörperung des Bösen und ist eigentlich ein Überrest mittelalterlicher Weihnachts-Traditionen, entstanden aus der Vermischung von germanischen Mythen und Bräuchen mit dem Nikolausbrauch. Gekleidet mit einer schwarzen Kutte und geschwärztem, grimmigen Gesicht ist der Schnutzli also der Gegenpart des gütigen Nikolaus (Chlaus). Beim Chlauseslä trägt der Schmutzli einen Sack gefüllt mit Nüsse und Mandarinen, aus denen der Nikolaus an der Haustür die anwesenden Kinder beschenkt.

Foto: VoyageMedia / Schwarzwald-Netz.com

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