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Besucherbergwerke im Schwarzwald

Im Schwarzwald wurde über Jahrhunderte unter Tage nach Eisen-, Blei-, Silber- und Zinkerzen sowie Fluss- und Schwerspat gesucht und gefördert. Viele Gruben wurden nach dem Abbau stillgelegt. Heute geben Besucherbergwerke Einblicke in die Arbeit der Bergleute und die Geschichte des Erzbergbaus. Sammlungen und Funde zeigen auch Bergbau- und Mineralienmuseen.

Anfahrtsgebet Anfahrtsgebete wie dieses sollten den Bergleuten im Schwarzwald einst Hoffnung und Mut machen, wenn sie in die Stollen und Gruben einfuhren Foto: VoyageMedia / schwarzwald-netz.com

Besucherbergwerke und ihre Führungen

  • Hoffnungsstollen in Todtmoos: Die frühere Grube Todtmoos-Mättle wurde nach ihrer Stilllegung zum Schaubergwerk ausgebaut und 2000 für Besucher eröffnet.
  • Grube Finstergrund in Wieden: Zum Besuch gehören eine Grubenbahnfahrt und eine Führung unter Tage von mindestens 60 Minuten. Bei rund 8 °C im Berg sind warme Kleidung und festes Schuhwerk sinnvoll. Der Betreiber führt das Bergwerk und ein Infozentrum zu Bergbau und Geologie.
  • Besuchsbergwerk Teufelsgrund in Münstertal: Das Unter-Tage-Museum ist saisonal vom 1. April bis 27. Oktober geöffnet.

  • Museums-Bergwerk Schauinsland bei Hofsgrund: Der Besuch ist nur mit einer Führung möglich. Zur Wahl stehen Rundgänge von 45 Minuten, 1,5 oder 2,5 Stunden. Bei den längeren Touren führen Leitern auf andere Sohlen; dafür sind Kondition, warme Kleidung und festes, höheres Schuhwerk erforderlich. Führungsarten und Öffnungstage am Schauinsland
  • Grube Caroline in Sexau: Das ehemalige Silberbergwerk im Ortsteil Eberbächle ist als Besucherbergwerk zugänglich.
  • Silberbergwerk Suggental: Die kleine Führung im St.-Anna-Stollen führt 56 Meter ebenerdig in den Berg. Die große Führung im St.-Josephi-Stollen umfasst einen Aufstieg über Leitern von rund 40 Höhenmetern und erfordert Trittsicherheit und Kondition. Kleidung darf dabei nass und schmutzig werden.
  • Grube Wenzel in Oberwolfach: Bei Führungen erkunden Besucher den allgemein zugänglichen Bereich auf etwa einem Kilometer; Schutzkleidung und Kopflampen werden bereitgestellt.

Zur regionalen Geschichte des Erzabbaus im Schwarzwald gehören sowohl stillgelegte Gruben als auch die heute zugänglichen Anlagen.